Einmal im Jahr treffen sich die Feuerwehren aus Michelbach und Rosengarten zu einem gemeinsamen Übungsdienst. Und da bei dieser Übung rund 50 Feuerwehrfrauen und -männer mitmachen, sowie eine zehnköpfige Gruppe unseres ortsansässigen ASB, musste ein geeignetes Übungsszenario gefunden werden. Im vorigen Jahr waren wir auf dem Gelände und der Warenhalle bei der Firma Getränke Bühl in Westheim, so dass wir dieses Jahr wieder auf der Gemarkung Michelbach waren. Da bei solchen Großübungen meist Brände und Löschangriffe an der Tagesordnung sind, war mir als Organisator klar, es muss mal was anderes sein. So entschied ich mich für einen schweren Verkehrsunfall mit mehreren verletzten Personen.
Zunächst musste Material her. Markus Link aus Hirschfelden brachte uns mit seinem LKW, zwei Schrott-PKW´s von der Firma Keller aus Vellberg. Den dritten Wagen spendierte uns Heiko Noller vom gleichnamigen Autohaus in Michelbach.
Diese drei Autos wurden dann im Schotterwerk Wilhelmsglück mit einem riesigen Radlader noch etwas "in Form" gebracht, damit sie auch wie echte Unfallwagen aussahen. Dann wurde noch eine Anzeige in den Mitteilungsblättern Michelbach und Rosengarten, sowie im HT untergebracht, dass wir noch Statisten für den Übungsabend suchen. Erfolgreich.
Noch ein paar Jungs und Mädels aus der Jugendfeuerwehr dazu, so waren es insgesamt 12 "Opfer", teilweise als verletzt geschminkt, mit Theaterblut überströmt in den Autos sitzend, als geschockte Person am Rand sitzend und als hysterisch, umherirrende Menschen.
Die Schrott-PKW´s aufgebaut, die Opfer verteilt, Bürgermeister Werner Dörr und Rainer Richter vom Haller Tagblatt als Beobachter anwesend? Alles klar, die Übung kann losgehen.

Die ersten Einsatzkräfte sind vor Ort. (Foto: Rainer Richter, Haller Tagblatt)
Den ersten Einsatzkräften bot sich ein Bild des Grauens. Stellen Sie sich vor, wie der Einsatzleiter erkundet, sich einen Überblick der Lage machen will und er gleichzeitig von hysterischen Personen an der Jacke gezogen wird...und gleich ist es vollends dunkel...erkunden, Prioritäten setzen und Befehle an die eintreffende Mannschaft geben, Einsatzabschnitte bilden, usw.
Doch dies wurde mit Bravour erledigt, ebenso die Rettung der eingeklemmten Personen, welche anschließend an den ASB übergeben und versorgt wurden.
Hier war auch alles dabei, von kleinen Schnittwunden bis zur Reanimation.

Die Feuerwehrleute verschaffen sich einen Zugang zu den "Opfern". (Foto: Rainer Richter, Haller Tagblatt)
Alles in allem eine gelungene Übung, die uns viel Abverlangte aber allen auch Spaß gemacht hat. Dann noch ein Lob des positiv beeindruckten Bürgermeisters, der so was auch noch nie gesehen hat.
Anschließend war dann noch ein gemeinsames Vesper mit Arbeiterrostbraten und interessanten grenzüberschreitenden Gesprächen im Gerätehaus in Michelbach.
Danke an alle Firmen, Statisten und Helfern, welche zum Gelingen der Übung beigetragen haben. Nächstes Jahr sind wir dann wieder in Rosengarten, mal sehn was uns da erwartet...
gez.
Jürgen Most, Übungsleiter
weitere Bilder von Herrn Rainer Richter vom Haller Tagblatt: